Instandsetzung von naturschutzfachlich wertvollen (Halb-)Offenlandflächen mit Orchideenbeständen

in den FFH-Gebieten Nr. 32 „Adolfsburg – Bornberg – Sülzenberg“ und Nr. 34 „Werrahänge von Frankenroda bis Falken“

Blick auf eine (Halb-)Offenlandfläche
Orchideen
Neuntöter auf einem Zweig sitzend
Projektlaufzeit:
September 2025 bis Dezember 2027

Projektziel:
Wiederherstellung und Offenhaltung von schützenswerten (halb-)offenen Lebensräumen mit ihren lichtliebenden, niedrigwüchsigen und konkurrenzschwachen Arten.

Ziele des Projekts

Halb- und Offenlandbiotope wie Kalkmagerrasen, Trockenrasen oder Wacholderheiden sind durch traditionelle, extensive Nutzung entstanden – etwa durch Beweidung oder Mahd. Diese artenreichen Lebensräume bieten zahlreichen spezialisierten Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause, darunter auch vielen Arten der Roten Liste sowie geschützte FFH-Arten.

Durch den Wandel der Landnutzung in den letzten Jahrzehnten gingen jedoch viele dieser Biotope verloren: entweder wurden sie durch intensive Landwirtschaft abgelöst oder sie sind aufgrund ausbleibender Nutzung verbuscht und ökologisch entwertet.

Das Projekt setzt genau hier an: Es verfolgt das Ziel, ausgewählte ehemalige Offenlandflächen durch gezielte Maßnahmen wie Entbuschung, Mahd oder das Entfernen von Wurzelstöcken ökologisch aufzuwerten. Im Anschluss soll eine dauerhafte Pflege durch eine extensive Bewirtschaftungsform sichergestellt werden – möglichst durch lokale Landnutzer*innen oder Eigentümer*innen, um eine langfristige Stabilität der Flächen zu gewährleisten.

Vorgehen und Inhalte

Zu Beginn werden geeignete Flächen identifiziert und vor Ort begutachtet. Im nächsten Schritt erfolgt die Einbindung der Flächeneigentümer. Nur bei deren Zustimmung wird die weitere Umsetzung geplant.

Die Entbuschungsmaßnahmen werden anschließend ausgeschrieben und an Fachfirmen vergeben. Dabei werden Gehölze und unerwünschter Aufwuchs entfernt, während strukturreiche Einzelbäume oder Strauchgruppen gezielt erhalten bleiben, um die Vielfalt zu fördern.

Für die dauerhafte Pflege wird situationsabhängig entweder der Eigentümer selbst tätig oder es werden regionale Bewirtschafter mit der regelmäßigen Pflege beauftragt.

Projektträger

Wildtierland Hainich gGmbH

Projektpartner

Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

Förderer:
Logo Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten
Ansprechpartner*in:
Mona Heyn

Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld, Projekt "Instandsetzung (Halb-)Offenlandflächen"

Telefon:
036254851186
Mobil:
015229447903
E-Mail:
mona.heyn@wildtierland-hainich.de